Der Schäferhund

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Rassestandard 
Anatomie
Körperfunktionen
Gebiss
Gesundheitsvorsorge
Erkrankungen (HD, ED, CES, SP)
Ernährung

Knochenskelett des Schäferhundes

Anatomie

1=Kopf
2=Widerrist
3=Genick
4=Rücken
5=Lende
6=Kruppe
7=Keule
8=Sprunggelenk
9=Hinterhandwinkelung
10=Pfote
11=Vordermittelfuß
12=Oberarm
13=Schulter
14=Ellenbogen
15=Hals
16=Unterkiefer
17=Nase


Körperfunktionen

Körpertemperatur: 37,5- 39,0 °C
Puls: 70/min.-130/min.
Atemfrequenz: 10-30 Atemzüge/min.
Eintritt der Geschlechtsreife: ca. 7.-10. Lebensmonat
Läufigkeit: dauert ca.30 Tage und verläuft in drei Phasen Vorhitze (7-13 Tage), Stehzeit (3-8 Tage), Nachhitze (9-10 Wochen)
Trächtigkeit: 64 Tage (58-70)

Gebiss

Der Welpe kommt ohne Zähne zur Welt. In der dritten bis vierten Lebenswoche brechen die Milchschneidezähne durch. Mit 6 Wochen ist das Milchgebiss mit insgesamt 28 Zähnen komplett ausgebildet. Der Zahnwechsel beginnt im Alter von ca. vier Monaten und ist im Alter von sieben Monaten abgeschlossen. Das bleibende Gebiss verfügt über 42 Zähne. Der Schäferhund hat ein Scherengebiss, wobei die oberen Schneidezähne scherenartig über die unteren greifen.


Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Gegen die gefährlichsten Infektionskrankheiten wie Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut und Zwingerhusten gibt es eine wirksame Schutzimpfung. Für die Grundimmunisierung erhält der Welpe mit 8 Wochen die erste Impfung vom Züchter, eine zweite erfolgt nochmals mit 12 Wochen. Die Impfungen sollten dann jährlich wiederholt werden.

Entwurmung

Spul- und Bandwürmer sind die häufigsten Darmparasiten, die den Hund in jedem Alter befallen können und seine Widerstandskraft schwächen. Der Züchter entwurmt die Welpen und die Mutterhündin mehrmals. Die Welpen sollte man dann mit 3, 6 und 9 Monaten nochmal entwurmen. Einen erwachsenen Hund entwurmt man 1-2 mal jährlich oder bei Verdacht. Die jeweiligen Tabletten oder Wurmpasten erhält man beim Tierarzt.


Erbkrankheiten

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei den heranwachsenden Jungtieren führt diese erblich bedingte Erkrankung zu einer ungleichen Form von Beckenpfanne und Oberschenkelkopf. Das Gelenk wird falsch abgenutzt und es kommt zu frühzeitiger Arthrosebildung. Die Diagnose kann man mit einer Röntgenaufnahme des Beckens feststellen. Dies schreibt auch der SV für die Zuchttauglichkeit ab dem 12.Monat vor. Um noch besser vorzubeugen, wurde das HD-Zuchtverfahren eingeführt. Die HD-Zuchtwerte kann man direkt auf der SV-Homepage abrufen.

Ellenbogendysplasie (ED)

Ursache ist das unterschiedliche Längenwachstum von Elle und Speiche. Es führt zur Fehlbelastung und zur Ablösung der Gelenkfortsätze. Diese schmerzhafte Wachstumsstörung führt zur Arthrose des Ellenbogengelenks.

Cauda-equina-syndrom (CES)

Durch Wirbelverknöcherung, Wirbelkanalveregung und Veränderung des Kreuzbeins zum letzten Lendenwirbel werden Nervenbahnen eingequetscht, die in diesem Bereich weniger geschützt liegen. Eine Röntgenaufnahme und neurologische Untersuchung ergeben den genauen Aufschluss.

Spondylose

Schäden an den Wirbelgelenkenenden und Bandscheiben führen zu einer Verknöcherung der Wirbelkörperenden. Dies führt später zu einer teilweisen Versteifung der Wirbelsäule, dies ist ebenfalls schmerzhaft und dadurch wird die Beweglichkeit eingeschränkt.


Ernährung

Die Vorfahren unserer Hunde sind Wölfe und wie auch sie, ist der Hund ein Fleischfresser. Der Wolf lebt von erjagten Pflanzenfressern, die er mit Haut, Haaren, Knochen, Innereien, den Magen und dessen vorverdauten Pflanzeninhaltes frißt. In Abhängigkeit des Futterangebotes frisst er auch Gräser, Wurzeln und Früchte. Dadurch ist eine umfassende Versorgung aller Nährstoffe garantiert. Wichtig ist beim Hund also ein ausgewogenes Futter, das alle notwendigen Nährstoffe enthält und auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt ist. Die Menge richtet sich nach Größe und Belastung des Hundes. Man sollte die Rippen beim Streicheln des seitlichen Brustkorbes noch fühlen können. Eine regelmäßige Wasseraufnahme ist lebensnotwendig.